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Afghanistan, Pakistan & Indien, Westafghanistan (Herat, Farah)

Belutsch (Afghanistan)

Teppiche belutschischer und benachbarter Gruppen in Westafghanistan um Herat, darunter Dochtar-e Ghazi und Mushwani, in dunklen Rot- und Blautönen.

In Westafghanistan, vor allem in der Provinz Herat und im Gebiet von Adraskan und Farah, knüpfen belutschische und mit ihnen verbundene Gruppen Teppiche, die im Handel als afghanische Belutsch laufen. Bekannte Untergruppen sind Mushwani, Dochtar-e Ghazi, persisch für Tochter des Ghazi, und Taimani; die Taimani gehören zu den Aimak und nicht zu den Belutschen. Die meisten Stücke stammen aus dem 20. Jahrhundert.

Afghanische Belutsch haben eine Kette aus Wolle oder Ziegenhaar und einen glänzenden, mittelhohen Flor mit dem asymmetrischen Knoten, bei etwa 60.000 bis 180.000 Knoten/m². Die Farben sind dunkel: Rotbraun, Dunkelblau, Aubergine, dazu Elfenbein und Kamelton. Dochtar-e Ghazi zeigen häufig Gebetsnischen und Gittermuster, Mushwani großflächige Rauten. Kleine Formate um 1 × 1,6 m überwiegen; an den Enden sitzen breite Kelimstreifen.

Afghanische Belutsch des mittleren 20. Jahrhunderts sind zahlreich; Stücke aus der Zeit vor 1950 mit Pflanzenfarben und glänzender Wolle finden mehr Interesse. Dunkle Wollpartien sind oft brüchig, der Flor läuft an den Kanten ab, und Kelimenden fehlen häufig. Synthetisches Orange und Violett verblassen zu Grau. Von persischen Belutsch aus Chorasan unterscheidet man sie über Wolle, Farbstellung und Musterstil, nicht immer eindeutig.

Woran man es erkennt

  • Dunkles Rotbraun, Dunkelblau und Aubergine
  • Glänzende Wolle
  • Dochtar-e Ghazi mit Gebetsnischen
  • Breite Kelimstreifen
  • Kleine Formate

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