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Künstler: Aquarell & Vedute

Johann Ziegler

Kupferstecher, 1749–1802, Meiningen – Wien

Kupferstecher aus Meiningen, der für Artaria Wien-Ansichten und die „Collection de cinquante vues du Rhin“ stach.

Johann Ziegler kam aus Meiningen nach Wien und arbeitete hier ab den 1770er-Jahren als Landschaftsstecher. Mit Carl Schütz und Laurenz Janscha bildete er das Team, das für den Verlag Artaria & Comp. Wien und seine Umgebung in kolorierten Ansichten festhielt. Er starb 1802 in Wien. Ziegler gilt als technisch versiertester Stecher dieser Gruppe. Seine Blätter gehören zu den bekanntesten Wiener Veduten des späten 18. Jahrhunderts.

Ziegler stach nach eigenen Zeichnungen und nach Vorlagen Janschas Ansichten von Plätzen, Gärten, Vorstädten, dem Prater und dem Augarten, später Donau- und Rheinansichten. Die „Collection de cinquante vues du Rhin“ erschien 1798 bei Artaria nach Zeichnungen Janschas. Die Technik kombiniert Radierung und Kupferstich, die Abzüge wurden mit Wasserfarben von Hand koloriert. Die Blätter sind querformatig und tragen im Unterrand den Titel des Motivs.

Wie bei den Blättern von Schütz entscheiden Druck, Kolorit und Erhaltung. Bezeichnungen wie „J. Ziegler sc.“ und die Verlagszeile stehen im Unterrand. Gerahmte Blätter sind oft gebräunt oder lichtgeschädigt, was das Kolorit verändert. Spätere Abzüge und Neukolorierungen sind verbreitet; das Kolorit des 18. Jahrhunderts wirkt zurückhaltend und transparent. Auch Restaurierungen sind zu prüfen.

Epochen & Stile

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