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Künstler: Wiener Moderne

Helene von Taussig

Malerin, 1879–1942, Wien – Salzburg

Wiener Malerin, Schülerin Cuno Amiets und der Académie Ranson; ihre Salzburger Landschaften wurden erst nach Jahrzehnten wiederentdeckt.

Helene von Taussig stammte aus einer wohlhabenden Wiener Familie jüdischer Herkunft. 1910 reiste sie mit der Malerin Emma Schlangenhausen in die Schweiz nach Oschwand, um bei Cuno Amiet zu studieren, 1911–1914 lernte sie an der Académie Ranson in Paris. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ sie sich mit Schlangenhausen und Hilde Exner bei Anif nahe Salzburg nieder und bezog 1934 ein Atelier nach Plänen von Otto Prossinger. 1923 trat sie zum Katholizismus über. 1942 wurde sie deportiert und im Ghetto Izbica ermordet.

Taussig malte Landschaften des Salzburger Landes, Bildnisse, Akte und Stillleben in reduzierter, flächiger Malweise mit kräftigen Konturen. Die Farbpalette reicht von gedämpften Erdtönen bis zu leuchtenden Akzenten und zeigt die Schulung an Amiet und den Nabis-Lehrern der Académie Ranson. Viele Bilder sind kleinformatig und auf Karton gemalt. 2012 restituierte das Salzburg Museum zahlreiche Gemälde an ihre Erben, die elf von neunzehn Bildern an das Museum zurückverkauften.

Da Taussigs Werk spät aufgearbeitet wurde, sind viele Bilder unpubliziert; die Bestände des Salzburg Museums und die Belvedere-Ausstellung „Stadt der Frauen“ (2019) dienen als Vergleich. Signaturen sind mit belegten Arbeiten abzugleichen. Die Herkunft ist bei ihr besonders sorgfältig zu klären, weil Werke aus ihrem Besitz nach 1938 entzogen wurden. Rückseitenvermerke, Rahmungen und Etiketten liefern dafür Hinweise.

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