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Künstler: Wiener Moderne

Carl Fahringer

Maler, Grafiker, 1874–1952, Wiener Neustadt – Wien

Tiermaler aus Wiener Neustadt; Studienreisen in den Nahen Osten, Professor für Tier- und Landschaftsmalerei an der Wiener Akademie 1929–1945.

Carl Fahringer wurde 1874 in Wiener Neustadt geboren, studierte 1892–1897 an der Wiener Akademie bei Sigmund L'Allemand, Christian Griepenkerl und August Eisenmenger und 1898–1902 in München bei Carl Marr. Von 1903 bis 1906 gehörte er dem Hagenbund an, ab 1907 dem Künstlerhaus. Studienreisen führten ihn nach Südeuropa und in den Nahen Osten. Von 1929 bis 1945 lehrte er als Professor für Tier- und Landschaftsmalerei an der Akademie. Er starb 1952 in Wien.

Fahringer malte Raubkatzen, Affen, Vögel, Pferde und exotische Tiere, oft vor flächigen, ornamental gegliederten Hintergründen, dazu Landschaften. Von der Münchner Schule ausgehend entwickelte er einen spätimpressionistischen, expressiven Stil. Die Reisen lieferten Landschaften und Tiermotive. Neben Ölbildern entstanden Aquarelle, Gouachen und Zeichnungen, häufig nach Studien im Tiergarten Schönbrunn. Kraniche, Pfaue und Papageien eigneten sich für die dekorative Flächenordnung, die er anstrebte.

Tierbilder um 1900 sind ein breites Feld mit vielen Arbeiten ohne gesicherte Zuschreibung; eine Zuordnung an Fahringer verlangt Signatur, Vergleichswerke und stilistische Übereinstimmung. Aquarelle sind lichtempfindlich und neigen zu verblassten Blau- und Grüntönen. Drucke nach seinen Tierbildern erschienen in Büchern und Mappen; Rasterpunkte und fehlende Prägung unterscheiden sie von Originalgrafik.

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