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Wiener Kinetismus im 1. Bezirk, 1010 Wien

Wiener Kinetismus am Stubenring: Cizeks Klasse

In der Kunstgewerbeschule am Stubenring entwickelte Franz Cizek mit Klien, Ullmann und Karlinsky den Kinetismus – Wiens eigene Avantgarde der 1920er.

Am Stubenring, im Bau der ehemaligen Kunstgewerbeschule neben dem MAK, leitete Franz Cizek die Klasse für Ornamentale Formenlehre. Hier entstand nach 1918 der Kinetismus, den Cizek als Synthese aus Kubismus, Futurismus und Expressionismus verstand; Erika Giovanna Klien, My Ullmann und Elisabeth Karlinsky gehörten zu den prägenden Schülerinnen. Heute ist das Haus Teil der Universität für angewandte Kunst. Wenige Minuten entfernt steht am Georg-Coch-Platz Otto Wagners Postsparkasse – die Moderne lag den Studierenden vor der Tür.

Arbeiten des Kinetismus sind selten und stammen meist aus Schülermappen: Linolschnitte, Collagen, Aquarelle, Entwürfe für Stoffe und Plakate, manchmal mit Datierung und Namen der Schülerin. Weil viele Blätter unsigniert sind, zählen Technik, Papier und die Herkunft aus Familien von Absolventinnen. Klien emigrierte 1929 nach New York; Blätter aus ihrer Wiener Zeit sind entsprechend gesucht. Wir sehen uns Mappen als Ganzes an, denn herausgelöste Einzelblätter verlieren an Aussagekraft.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.