Theophil Hansen im 10. Bezirk, 1100 Wien
Theophil Hansen in Matzleinsdorf: die evangelische Friedhofskirche
1857/58 baute Theophil Hansen die Friedhofskirche am evangelischen Friedhof Matzleinsdorf – ein frühes Wiener Werk an der Triester Straße.
Der evangelische Friedhof Matzleinsdorf trägt den Namen des benachbarten Margaretner Grätzls und liegt am Beginn der Triester Straße, die nach Süden zur gotischen Spinnerin am Kreuz führt. Für ihn baute Theophil Hansen 1857/58 die Friedhofskirche, in den Jahren, in denen er mit Ludwig Förster auch am Arsenal arbeitete. Favoriten selbst entstand erst 1874 als 10. Bezirk aus Gebieten vor dem Linienwall; Südbahnhof, Ziegelwerke und Arbeiterzinshäuser bestimmten danach sein Bild.
Hansens frühe Wiener Bauten sind in Druckwerken gut dokumentiert: Bände der Allgemeinen Bauzeitung, die Ludwig Förster 1836 gegründet hatte, enthalten Pläne und Ansichten jener Jahre. Häufiger kommen aus Favoritner Haushalten Gesangbücher und Familienbibeln evangelischer Familien mit Einträgen zu Taufen und Trauungen, die für Familienforscher Wert haben. Wir prüfen Einband, Druckjahr und Vollständigkeit der Tafeln. In Altbauwohnungen nahe der Triester Straße lagern solche Bücher oft neben Fotoalben; wir sehen die Bestände gemeinsam durch.
Theophil Hansen in anderen Bezirken
Innere Stadt
Parlament (1874–1883), Musikverein (1867–1870), Akademie am Schillerplatz (1872–1877), Börse am Schottenring (1874–1877), Palais Epstein und Palais Ephrussi, Fassade der griechisch-orthodoxen Kirche am Fleischmarkt.
Landstraße
Heeresgeschichtliches Museum im Arsenal (1850–1856).
Simmering
Der Architekt von Parlament und Musikverein erhielt ein Ehrengrab am Zentralfriedhof.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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