Künstler: Historismus
Sigmund L'Allemand
Schlachtenmaler, Akademieprofessor, 1840–1910, Wien
Wiener Schlachtenmaler und Akademieprofessor, Neffe Fritz L’Allemands, der die Feldzüge von 1864 und 1866 selbst begleitete.
Sigmund L’Allemand wurde 1840 in Wien geboren und lernte bei seinem Onkel Fritz L’Allemand und an der Wiener Akademie. Er begleitete die Armee als Maler in den Deutsch-Dänischen Krieg 1864 und in den Krieg von 1866. 1883 wurde er Professor an der Akademie und leitete eine Spezialschule für Schlachtenmalerei. Er starb 1910 in Wien. Er lehrte über zwei Jahrzehnte an der Akademie.
L’Allemand malte Schlachten und Gefechte der Feldzüge 1864 und 1866, historische Schlachten früherer Jahrhunderte, Reiterbildnisse von Generälen, Kavalleriepatrouillen und Lagerszenen. Seine Bilder sind bewegt, Pferde und Uniformen präzise. Daneben entstanden Bildnisse und Studien von Soldaten aus verschiedenen Regimentern. Er arbeitete in Öl auf Leinwand, oft in großen Formaten mit vielen Figuren, und fertigte Studien von Pferden, Uniformen und Gelände nach der Natur an.
Sigmund L’Allemand signierte mit „S. L’Allemand“ und Jahreszahl. Die Unterscheidung vom Onkel ist über Vornamen und Datierung eindeutig. Seine Werke erscheinen im Handel als Ölbilder und Studien; ihre militärhistorische Einordnung über Uniformen und Ereignisse ist für die Bewertung wichtig. Viele großformatige Werke befinden sich im Heeresgeschichtlichen Museum. Ölstudien sind meist unsigniert.
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