Ludwig van Beethoven im 11. Bezirk, 1110 Wien
Beethoven in Simmering: das Ehrengrab am Zentralfriedhof
1888 überführte die Stadt Beethovens Gebeine vom Währinger Friedhof in ein Ehrengrab am Zentralfriedhof, neben Schubert und dem Mozart-Denkmal.
Als der Zentralfriedhof 1874 eröffnete, lag er weit draußen vor der Stadt; Ehrengräber berühmter Wiener sollten ihm Ansehen verschaffen. 1888 wurden Ludwig van Beethovens Gebeine vom Währinger Ortsfriedhof hierher überführt, gemeinsam mit jenen Franz Schuberts; in der Gruppe 32A liegen beide zu beiden Seiten des Gedenksteins für Mozart. Zwei Jahrzehnte später gab Max Hegele dem Friedhof Hauptportal und Kirche. An der Simmeringer Hauptstraße bearbeiten Steinmetze bis heute Granit und Marmor für Grabmale.
Ehrengräber und Denkmäler weckten eine Nachfrage nach Erinnerungsobjekten: Büsten aus Gips, Bronze oder Biskuitporzellan, Gedenkmedaillen und Plaketten, Fotografien der Gräber, Ansichtskarten von 1888 bis in die Zwischenkriegszeit. Büsten prüfen wir auf Material, Gießer- oder Manufakturmarken und Gussqualität, Medaillen auf Prägung, Signatur des Medailleurs und Metall. Aus Simmeringer Haushalten, auch aus Familien, die mit den Steinmetzwerkstätten verbunden sind, können Gipsmodelle und Kleinbronzen stammen; Fotos genügen für den Anfang.
Sparten im 11. Bezirk
Ludwig van Beethoven in anderen Bezirken
Landstraße
Wohnte in der Ungargasse 5, wo 1823/24 Teile der Neunten Symphonie entstanden.
Mariahilf
Wohnte 1803/04 im Theater an der Wien; dort wurde 1805 „Fidelio“ uraufgeführt.
Alsergrund
Starb 1827 im Schwarzspanierhaus in der Schwarzspanierstraße.
Meidling
Verbrachte den Sommer 1823 in Hetzendorf und arbeitete dort an der Neunten Symphonie.
Währing
Lag von 1827 bis 1888 auf dem Währinger Ortsfriedhof, dem heutigen Schubertpark.
Döbling
Schrieb 1802 in Heiligenstadt sein Testament und arbeitete 1803 in Oberdöbling.
Floridsdorf
Hielt sich auf dem Gut der Gräfin Anna Marie Erdödy in Jedlesee auf.
Innere Stadt
Wohnte zwischen 1804 und 1815 mehrmals im Pasqualatihaus auf der Mölker Bastei.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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