Ludwig van Beethoven im 3. Bezirk, 1030 Wien
Beethoven in der Landstraße: die Neunte aus der Ungargasse 5
In der Ungargasse 5 wohnte Beethoven 1823/24, während Teile der Neunten Symphonie entstanden – in einem Bürgerhaus der Vorstadt Landstraße.
Das Haus Ungargasse 5 war 1823/24 Beethovens Wohnung; hier entstanden Teile der Neunten Symphonie, die im Mai 1824 im Kärntnertortheater zum ersten Mal erklang. Ungargasse und Landstraßer Hauptstraße bewahren noch Bürgerhäuser dieser Jahre. Im selben Bezirk hatte Louis Montoyer 1806/07 das Palais Rasumofsky für jenen Gesandten gebaut, dem Beethoven die Quartette op. 59 widmete. Heute liegen hier Konzerthaus und Musikuniversität, das Musikleben der Landstraße reicht also von der Biedermeier-Vorstadt bis in die Gegenwart.
Beethovens Musik erreichte das Publikum über gedruckte Noten, und gerade Wiener Erstausgaben sind ein Sammelgebiet: Titelblatt, Verlagsadresse und Plattennummer verraten, ob ein Druck aus seiner Lebenszeit stammt oder ein späterer Abzug ist. Die Neunte erschien 1826 bei Schott in Mainz. Aus Landstraßer Musikerhaushalten können daneben Hammerflügel, Notenbibliotheken und Porträtstiche stammen, etwa nach Joseph Karl Stielers Bildnis von 1820. Wir prüfen Papier, Druckbild und Vollständigkeit und bewerten nach Fotos.
Sparten im 3. Bezirk
Ludwig van Beethoven in anderen Bezirken
Mariahilf
Wohnte 1803/04 im Theater an der Wien; dort wurde 1805 „Fidelio“ uraufgeführt.
Alsergrund
Starb 1827 im Schwarzspanierhaus in der Schwarzspanierstraße.
Simmering
1888 vom Währinger Friedhof in ein Ehrengrab am Zentralfriedhof überführt.
Meidling
Verbrachte den Sommer 1823 in Hetzendorf und arbeitete dort an der Neunten Symphonie.
Währing
Lag von 1827 bis 1888 auf dem Währinger Ortsfriedhof, dem heutigen Schubertpark.
Döbling
Schrieb 1802 in Heiligenstadt sein Testament und arbeitete 1803 in Oberdöbling.
Floridsdorf
Hielt sich auf dem Gut der Gräfin Anna Marie Erdödy in Jedlesee auf.
Innere Stadt
Wohnte zwischen 1804 und 1815 mehrmals im Pasqualatihaus auf der Mölker Bastei.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular