Ludwig van Beethoven im 21. Bezirk, 1210 Wien
Beethoven in Floridsdorf: Gast der Gräfin Erdödy in Jedlesee
Auf dem Gut der Gräfin Anna Marie Erdödy in Jedlesee hielt sich Beethoven auf; heute erinnert dort die Beethoven-Gedenkstätte Floridsdorf daran.
Jedlesee lag zu Beethovens Zeit jenseits der Donau, ein Dorf am linken Ufer mit Gutshöfen und Adelssitzen. Gräfin Anna Marie Erdödy, Pianistin und enge Vertraute Beethovens, besaß hier ein Gut, auf dem der Komponist zu Gast war; ihr widmete er die beiden Klaviertrios op. 70. An das Gut erinnert die Beethoven-Gedenkstätte Floridsdorf. Erst 1904 kam Jedlesee mit Floridsdorf zu Wien; der Bezirk wurde Industriestandort mit Lokomotivfabrik, während Stammersdorf und Strebersdorf Winzerdörfer blieben.
Widmungsdrucke, Titelblätter mit Adelsnamen und Kammermusik aus der Beethovenzeit sind ein eigenes Sammelgebiet; frühe Ausgaben erkennen Sie an gestochenen Noten, Plattennummer und Verlagsadresse. In Floridsdorfer Verlassenschaften überwiegen andere Bestände – Werkzeug, Weinbaugerät, Industrieandenken –, doch auch dort liegen Notenhefte und Musikalien in alten Kästen. Notenbestände sichten wir vollständig, bevor wir bewerten, und übernehmen auf Wunsch auch Weinbaugerät aus Stammersdorfer Presshäusern.
Sparten im 21. Bezirk
Ludwig van Beethoven in anderen Bezirken
Landstraße
Wohnte in der Ungargasse 5, wo 1823/24 Teile der Neunten Symphonie entstanden.
Mariahilf
Wohnte 1803/04 im Theater an der Wien; dort wurde 1805 „Fidelio“ uraufgeführt.
Alsergrund
Starb 1827 im Schwarzspanierhaus in der Schwarzspanierstraße.
Simmering
1888 vom Währinger Friedhof in ein Ehrengrab am Zentralfriedhof überführt.
Meidling
Verbrachte den Sommer 1823 in Hetzendorf und arbeitete dort an der Neunten Symphonie.
Währing
Lag von 1827 bis 1888 auf dem Währinger Ortsfriedhof, dem heutigen Schubertpark.
Döbling
Schrieb 1802 in Heiligenstadt sein Testament und arbeitete 1803 in Oberdöbling.
Innere Stadt
Wohnte zwischen 1804 und 1815 mehrmals im Pasqualatihaus auf der Mölker Bastei.
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