Ludwig van Beethoven im 12. Bezirk, 1120 Wien
Beethoven in Meidling: der Sommer 1823 in Hetzendorf
Den Sommer 1823 verbrachte Beethoven in Hetzendorf, nahe dem Schloss, das Pacassi für Maria Theresia erweitert hatte, und arbeitete an der Neunten Symphonie.
Hetzendorf war um 1820 ein Dorf vor der Stadt, nahe genug an Schönbrunn, um Sommergäste aus Wien anzuziehen. Hier verbrachte Ludwig van Beethoven den Sommer 1823 und arbeitete an der Neunten Symphonie, die er im Winter darauf in der Ungargasse weiterführte. Den Ort prägte das Schloss Hetzendorf, das Nikolaus Pacassi 1743 bis 1745 für Maria Theresia erweitert hatte; heute beherbergt es die Modeschule. Erst 1892 kamen Hetzendorf, Altmannsdorf und die übrigen Meidlinger Vororte zu Wien.
Aus dieser Zeit stammen Biedermeier-Ansichten der Vororte, Lithografien und Aquarelle mit Sommerfrischenmotiven, die in Meidlinger Familien erhalten sein können. Beethoven-Porträts nach Joseph Karl Stieler oder nach der Lebendmaske Franz Kleins von 1812 erschienen in vielen Auflagen; zeitgenössische Lithografien unterscheiden wir von späteren Lichtdrucken über Druckbild und Papier. In den alten Häusern von Altmannsdorf und Hetzendorf sind außerdem Biedermeier-Möbel zu erwarten. Wir bewerten nach Fotos und besichtigen kostenlos.
Sparten im 12. Bezirk
Ludwig van Beethoven in anderen Bezirken
Landstraße
Wohnte in der Ungargasse 5, wo 1823/24 Teile der Neunten Symphonie entstanden.
Mariahilf
Wohnte 1803/04 im Theater an der Wien; dort wurde 1805 „Fidelio“ uraufgeführt.
Alsergrund
Starb 1827 im Schwarzspanierhaus in der Schwarzspanierstraße.
Simmering
1888 vom Währinger Friedhof in ein Ehrengrab am Zentralfriedhof überführt.
Währing
Lag von 1827 bis 1888 auf dem Währinger Ortsfriedhof, dem heutigen Schubertpark.
Döbling
Schrieb 1802 in Heiligenstadt sein Testament und arbeitete 1803 in Oberdöbling.
Floridsdorf
Hielt sich auf dem Gut der Gräfin Anna Marie Erdödy in Jedlesee auf.
Innere Stadt
Wohnte zwischen 1804 und 1815 mehrmals im Pasqualatihaus auf der Mölker Bastei.
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