Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Künstler: Malerei 19. Jh.

Joseph von Führich

Maler, Zeichner, 1800–1876, Kratzau – Prag – Rom – Wien

Nazarener aus Nordböhmen und Professor an der Wiener Akademie; Kreuzweg der Johann-Nepomuk-Kirche und Bildprogramm der Altlerchenfelder Kirche.

Joseph Führich, 1800 in Kratzau in Nordböhmen geboren, studierte an der Prager Akademie und ging 1827 nach Rom, wo er sich den Nazarenern um Friedrich Overbeck anschloss und an den Fresken im Casino Massimo mitarbeitete. 1834 kam er als Kustos der Gemäldegalerie der Akademie nach Wien, 1840 wurde er dort Professor für Historienmalerei. Er starb 1876 in Wien.

Für die Johann-Nepomuk-Kirche in der Praterstraße malte Führich 1844–1846 einen Kreuzweg, der in Stichen verbreitet und in vielen Kirchen kopiert wurde. Ab 1854 entwarf er das Bildprogramm der Altlerchenfelder Kirche, das er mit Schülern und Kollegen ausführte. Breite Wirkung erzielten seine religiösen Bildfolgen, die als Kupferstiche und Holzschnitte in hohen Auflagen erschienen. Klare Umrisse, ruhige Gesten und der Rückgriff auf Dürer und die italienische Frührenaissance kennzeichnen seinen Stil.

Im Handel erscheinen vor allem Bleistift- und Federzeichnungen, Kartons und gestochene Bildfolgen; Ölbilder sind seltener. Eigenhändige Zeichnungen zeigen feine, sichere Konturen und oft eine Quadrierung zur Übertragung, Reproduktionsstiche nennen den Stecher und tragen den Vermerk „Führich inv.“ oder „del.“. Viele Kopien seiner Kreuzwegstationen hängen in Kirchen und Kapellen; bei Werken aus sakralem Zusammenhang prüfen wir die Provenienz.

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.