Josef Danhauser im 4. Bezirk, 1040 Wien
Josef Danhauser auf der Wieden: Maler und Erbe einer Möbelfabrik
Nach dem Tod des Vaters 1829 führte Josef Danhauser die Möbelfabrik auf der Wieden weiter, deren Entwürfe das Wiener Biedermeier-Möbel prägten.
Josef Ulrich Danhauser hatte auf der Wieden eine Möbelfabrik aufgebaut, deren Entwürfe das Wiener Biedermeier-Möbel prägten; der Sohn Josef Danhauser übernahm sie 1829 und leitete sie bis zur Auflösung 1838. Zugleich malte er, nach Studien an der Akademie unter anderem bei Johann Peter Krafft, erzählende Sittenbilder und „Liszt am Flügel“ (1840). 1827 nahm er die Totenmaske Beethovens ab. Biedermeierhäuser in Mühlgasse und Paulanergasse zeigen bis heute die Vorstadt, in der die Fabrik arbeitete.
Danhauser-Möbel sind selten signiert; Zuordnungen stützen sich auf den Vergleich mit erhaltenen Entwurfszeichnungen der Werkstatt und auf Formdetails wie geschwungene Lehnen, Kirsch- und Nussholzfurniere und schwarz gefasste Säulen. Biedermeier-Nachbauten um 1900 zeigen maschinelle Furniere und Schrauben. Wiedner Altbauwohnungen bewahren mitunter ganze Salons, samt Porträtminiaturen und Genrebildern. Bei Sitzmöbeln prüfen wir auch Polsterung und Gurtung, weil frühe Bezüge eigenen Wert haben.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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