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Künstler: Alte Meister

Francesco Guardi

Vedutenmaler, 1712–1793, Venedig

Venezianischer Maler, dessen locker gemalte Veduten und Capricci die Vedute nach Canaletto in Richtung Stimmungsbild verschoben.

Francesco Guardi arbeitete bis 1760 in der Familienwerkstatt mit seinem älteren Bruder Gian Antonio Guardi, die vor allem Altar- und Historienbilder lieferte. Nach dessen Tod konzentrierte er sich auf Veduten und Capricci. 1784 wurde er in die Accademia di pittura e scultura in Venedig aufgenommen. Er starb 1793 in Venedig; sein Sohn Giacomo Guardi führte die Vedutenproduktion fort. Giovanni Battista Tiepolo war sein Schwager.

Guardi malte Lagunenansichten, den Markusplatz, Feste, Regatten, Ballonaufstiege und Brandkatastrophen, dazu erfundene Ruinenlandschaften mit Bögen und Säulen. Die Figuren, sogenannte macchiette, sind mit wenigen Pinseltupfern gesetzt, das Licht flirrend, die Architektur absichtlich ungenau. Daneben entstanden lavierte Federzeichnungen, die oft als Vorlagen für Gemälde dienten. Er arbeitete oft in kleinen Formaten und in Serien, die Reisende als Andenken kauften; späte Bilder zeigen eine fast skizzenhafte Pinselschrift.

Giacomo Guardi produzierte in großer Zahl kleine Veduten in Gouache oder Tempera auf Papier und Karton, häufig rückseitig beschriftet mit Ort und Namen. Diese Blätter werden im Handel regelmäßig als „Guardi“ angeboten. Gemälde Francescos sind von Werkstatt und Nachahmern über Qualität der Pinselschrift, Leinwand und Grundierung zu trennen. Zuschreibungen zwischen den Brüdern sind bei Figurenbildern bis heute umstritten.

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