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Künstler: Alte Meister

Pieter Brueghel d. J.

Maler, 1564/65–1637/38, Brüssel – Antwerpen

Ältester Sohn Pieter Bruegels d. Ä., dessen Antwerpener Werkstatt die Kompositionen des Vaters in Serie wiederholte.

Pieter Brueghel der Jüngere war beim Tod seines Vaters 1569 noch ein Kind; er lernte vermutlich bei Gillis van Coninxloo und wurde 1584/85 Meister der Antwerpener Lukasgilde. Er führte eine große Werkstatt, in der unter anderem Frans Snyders lernte. Der Beiname „Höllenbrueghel“ geht auf Darstellungen mit Feuer und Dämonen zurück, die man ihm früher zuschrieb. Er starb 1637 oder 1638 in Antwerpen.

Den Kern seines Werks bilden Wiederholungen nach Kompositionen des Vaters: „Winterlandschaft mit Vogelfalle“, „Bauernhochzeit im Freien“, „Flämische Sprichwörter“, „Die Volkszählung zu Bethlehem“. Die Werkstatt übertrug die Vorlagen mithilfe von Kartons, sodass Konturen in vielen Fassungen übereinstimmen. Daneben entstanden eigene Erfindungen wie „Der Advokat“ und Dorffeste. Die Bilder sind meist auf Eichenholztafeln gemalt. Die Farben sind in den Wiederholungen oft heller und bunter als in den Originalen des Vaters.

Die Signatur lautet häufig „P. BREVGHEL“ mit Jahreszahl. Die Spanne reicht von eigenhändigen Fassungen bis zu Werkstatt- und Nachfolgearbeiten; Unterzeichnung, Malqualität und Dendrochronologie des baltischen Eichenholzes geben Anhaltspunkte. Ab 1617 tragen Antwerpener Tafeln oft das Gildenbrandzeichen mit Burg und Händen auf der Rückseite. Das Werkverzeichnis von Klaus Ertz ist die übliche Vergleichsbasis.

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