Die Hütte wurde 1842 auf dem Besitz der Grafen Schaffgotsch in Schreiberhau im schlesischen Riesengebirge errichtet und nach Gräfin Josephine benannt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einem der führenden Glasbetriebe Schlesiens. 1923 schloss sie sich mit der Petersdorfer Firma Fritz Heckert und dem Werk Neumann & Staebe zur Jo-He-Ky AG zusammen. Nach 1945 fiel der Ort an Polen, die Hütte arbeitete unter polnischer Leitung weiter.
Bekannt sind Überfanggläser mit Schliff im Biedermeierstil, Faden- und Filigranglas nach venezianischem Vorbild, Pokale mit Gravur und Emailbemalung sowie im Jugendstil irisierende und farbig überfangene Vasen. Für den Gebrauch entstanden Trinkservice, Karaffen und Tafelglas, für Ausstellungen aufwendige Prunkpokale. Nach 1923 entstanden unter dem Namen Jo-He-Ky geschliffene Kristallvasen, Trinkgarnituren und Gläser im Stil des Art déco. Schliff und Gravur führten eigene Werkstätten der Hütte aus.
Gläser des 19. Jahrhunderts sind meist ungemarkt; im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert kommen Ätzmarken und Papieretiketten vor. Die Abgrenzung zu böhmischen Hütten jenseits des Gebirgskamms ist schwierig, da Formen und Dekore sich gleichen. Hinweise liefern Glasfarbe, Schliffart und Vergleichsstücke aus schlesischen Museumssammlungen. Bei Fadengläsern sind die Gleichmäßigkeit der Fäden und die Klarheit des Grundglases Hinweise auf Qualität und Entstehungszeit. Arbeiten aus der Zeit nach 1945 tragen polnische Etiketten.
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Ebenfalls: Glas & Kristall
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- Fritz Heckert1866–1923, danach Jo-He-Ky
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- Holmegaardseit 1825
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- Johann Oertel & Co.seit 1869
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- Meyr's Neffe19. Jahrhundert bis 1922
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