Leopold Blauensteiner im 1. Bezirk, 1010 Wien
Leopold Blauensteiner in der Inneren Stadt: das Künstlerhaus 1938–1941
Vom Farbholzschnitt in „Ver Sacrum“ zum NS-Kunstfunktionär: 1938–1941 war Blauensteiner Präsident des Künstlerhauses am Karlsplatz.
Das Künstlerhaus am Karlsplatz, seit 1868 Haus der Wiener Künstlergenossenschaft, stand ab 1938 unter der Leitung Leopold Blauensteiners; er blieb Präsident bis 1941 und führte 1939 die Reichskammer der bildenden Künste in Wien. Begonnen hatte er im Umfeld der Moderne: Alfred Roller veröffentlichte 1903 und 1904 seine Farbholzschnitte in „Ver Sacrum“, 1908 stellte er auf der Kunstschau aus, 1909 saß er im Komitee der Klimt-Gruppe. Die Secession, deren Zeitschrift ihn bekannt machte, liegt wenige Schritte entfernt. 1945 verhaftet, wurde er freigesprochen.
Im Handel begegnen vor allem frühe Arbeiten: Farbholzschnitte aus „Ver Sacrum“, Grafik und Gemälde aus dem Umfeld der Kunstschau. Holzschnitte erkennen Sie an Maserung und leichter Prägung im Papier, Blätter aus der Zeitschrift an Format, Papier und gegebenenfalls Text auf der Rückseite. Bei Werken und Beständen aus den Jahren seiner Funktionärstätigkeit prüfen wir die Herkunft besonders genau, denn das Künstlerhaus war ab 1938 Schauplatz von Ausstellungen unter NS-Vorzeichen. Propagandamaterial kaufen wir nicht.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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