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Karl Ehn im 12. Bezirk, 1120 Wien

Karl Ehn in Meidling: der Bebelhof von 1925/26

Mit dem Bebelhof baute Ehn 1925/26 in Meidling einen frühen Hof des Roten Wien, kurz nach dem Fuchsenfeldhof und zwei Jahre vor dem Karl-Marx-Hof.

Meidling wurde nach 1919 zu einem Versuchsfeld des kommunalen Wohnbaus. Heinrich Schmid und Hermann Aichinger errichteten 1922 bis 1925 den Fuchsenfeldhof, gleich danach folgte 1925/26 der Bebelhof von Karl Ehn, benannt nach dem deutschen Sozialdemokraten August Bebel. Ehn war seit 1924 Stadtbaurat; ein Jahr nach der Fertigstellung begann er in Heiligenstadt den Karl-Marx-Hof. Das Umfeld blieb gemischt: Gründerzeithäuser in Gaudenzdorf und Untermeidling, Gartensiedlungen in Altmannsdorf und Hetzendorf, wo die Siedlerbewegung Parzellen anlegte.

In Wohnungen, die seit der Erstvergabe in derselben Familie geblieben sind, lagert oft Hausrat aus vier Jahrzehnten: Kredenzen, SW-Möbel der 1950er-Jahre, Röhrenradios und Telefone von Kapsch, Nähmaschinen. Für Sammler zählen außerdem Mietverträge, Fotos vom Einzug und Drucksachen der Gemeinde, die die Geschichte des Bebelhofs belegen. Bei Radios prüfen wir Typenschild, Gehäuse und Vollständigkeit der Röhren; Funktion ist keine Voraussetzung. Fotos aus dem Kellerabteil genügen für eine erste Einschätzung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.