Karl Ehn im 16. Bezirk, 1160 Wien
Karl Ehn in Ottakring: der Adelheid-Popp-Hof von 1932
1932, zwei Jahre vor dem Ende des Roten Wien, vollendete Ehn in Ottakring den Adelheid-Popp-Hof, benannt nach der sozialdemokratischen Frauenrechtlerin.
Als der Adelheid-Popp-Hof 1932 fertig war, besaß Ottakring bereits den Sandleitenhof, der mit etwa 1.500 Wohnungen samt Kino, Bühne und Bücherei einer Kleinstadt glich. Karl Ehn plante die Anlage zwei Jahre vor dem Ende des Roten Wien; benannt ist sie nach Adelheid Popp, die als junge Fabrikarbeiterin zur Sozialdemokratie kam und für Frauenrechte eintrat. Ottakring war Arbeiterbezirk mit Brauerei, Tabak- und Metallbetrieben; seit 1905 bot das Volksheim am heutigen Ludo-Hartmann-Platz Kurse für Erwachsene an.
Ottakringer Gemeindebauwohnungen werden oft über Jahrzehnte von denselben Mietern bewohnt; entsprechend gewachsen ist der Hausrat. Neben Möbeln der Nachkriegszeit finden sich Emailschilder und Bierkrüge der Ottakringer Brauerei, Meinl-Dosen, Schallplatten des Wienerlieds und Taschenuhren aus Belegschaftsfamilien. Drucksachen und Fotografien zum Hof selbst haben dokumentarischen Wert. Bei Emailschildern achten wir auf die mehrschichtige Emaille und originale Lochungen, bei Blechdosen auf Druckbild und Falz. Bezahlt wird bar oder per Überweisung.
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