Hans Watzek im 1. Bezirk, 1010 Wien
Hans Watzek und die Secession: das Wiener Kleeblatt 1902
1902 stellte das Wiener Kleeblatt mit Hans Watzek, Heinrich Kühn und Hugo Henneberg im Secessionsgebäude an der Friedrichstraße aus.
Olbrichs Secessionsgebäude an der Friedrichstraße zeigte 1902 die Fotografien des Wiener Kleeblatts. Hans Watzek, aus Bilin in Böhmen, unterrichtete in Wien als Zeichenlehrer, ehe er sich der künstlerischen Fotografie zuwandte; im Camera-Club fand er Heinrich Kühn und Hugo Henneberg. Ab 1897 bezeichnete das Trio seine Bilder mit einem stilisierten Kleeblatt und den Initialen. Mit Watzeks Tod 1903, ein Jahr nach der Ausstellung im Haus der Secessionisten, endete die Gemeinschaft.
Watzeks Landschaften entstanden im Gummidruck, teils zweifarbig – ein Verfahren mit pigmentierter Schicht aus Gummiarabikum, die eine malerische, körnige Oberfläche ergibt. Originale Abzüge sind Unikate oder Kleinstauflagen auf Zeichenpapier, oft mit Kleeblattsignet; Heliogravüren nach seinen Bildern erschienen in Zeitschriften und sind an Plattenrand und Druckbild erkennbar. In Grafikmappen aus Bibliotheken der Ringstraßenzone suchen wir gezielt nach solchen Blättern.
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