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Spätgotik im 1. Bezirk, 1010 Wien

Spätgotik im Stephansdom: Pilgram, Gerhaert und Kaisergrab

Kanzel, Orgelfuß und Kaisergrab im Stephansdom sind die Vergleichsstücke für spätgotische Skulptur, Holzschnitte und Kupferstiche aus Wiener Besitz.

Im Stephansdom bündelt sich die Wiener Spätgotik: die Steinkanzel um 1500, Anton Pilgrams Orgelfuß von 1513 mit dem Selbstbildnis des Meisters, das Hochgrab Kaiser Friedrichs III. und der Wiener Neustädter Altar mit seinen Flügeln. Friedrich III. erreichte 1469 die Erhebung Wiens zum Bistum; für sein Grabmal gewann er Niclas Gerhaert van Leyden, dessen Figurenauffassung die Bildhauerei im Donauraum veränderte. Gegenüber dem Riesentor bestand auf der Brandstätte schon der städtische Tandelmarkt.

Spätgotische Skulptur im Handel ist meist Holz, oft Linde, mit Resten der Fassung und rückseitig ausgehöhlt, damit das Holz nicht reißt. Diese Höhlung, Werkzeugspuren und gealterter Kreidegrund unterscheiden Originale von neugotischen Schnitzereien des 19. Jahrhunderts. Dazu kommen Holzschnitte und Kupferstiche, etwa nach Martin Schongauer, bei denen Papier, Wasserzeichen und Abzugsqualität zählen. Weil viele Figuren aus Kirchen stammen, prüfen wir die Herkunft vor jedem Ankauf.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.