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Künstler: Biedermeier

Moritz von Schwind

Maler, Zeichner, 1804–1871, Wien – München

Wiener Spätromantiker und Schubert-Freund, der die Loggia der Wiener Staatsoper mit dem „Zauberflöte“-Zyklus ausmalte.

Moritz von Schwind wurde 1804 in Wien geboren, studierte an der Akademie und gehörte zum engsten Kreis um Franz Schubert. 1828 übersiedelte er nach München, wo er Professor an der Akademie wurde. In den 1850er-Jahren freskierte er die Wartburg mit der Elisabeth-Legende und dem Sängerkrieg. 1866/67 malte er die Loggia und die Foyerlunetten der neuen Wiener Hofoper. Er starb 1871 in München.

Schwind malte Märchen und Sagen in Bildzyklen wie „Aschenbrödel“, „Die sieben Raben“ und „Die schöne Melusine“, dazu kleinformatige Bilder wie „Die Hochzeitsreise“ und Erinnerungsbilder wie die Sepiazeichnung „Eine Schubertiade bei Josef von Spaun“ von 1868. Er zeichnete für die „Münchener Bilderbogen“ und illustrierte Bücher. Linie und Erzählung haben bei ihm Vorrang vor der Farbe. Er malte auch in Aquarell und Öl auf Holz.

Im Handel erscheinen vor allem Zeichnungen, Holzstiche aus Bilderbogen und Buchillustrationen, dazu Reproduktionen der Märchenzyklen. Ölgemälde sind selten. Schwinds Zeichnungen in Feder und Bleistift zeigen eine leichte, rhythmische Linie; Schülerarbeiten und Kopien sind davon zu unterscheiden. Signiert ist häufig mit dem Monogramm MS oder mit „M. v. Schwind“. Auch Nachdrucke existieren.

Epochen & Stile

Ebenfalls: Biedermeier

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