Maximilian Lenz im 19. Bezirk, 1190 Wien
Maximilian Lenz in Döbling: das Grab am Grinzinger Friedhof
Der Secessionsgründer und Reisegefährte Klimts nach Ravenna starb 1948 und liegt am Grinzinger Friedhof, wo auch Gustav Mahler begraben ist.
Begraben liegt Maximilian Lenz, gestorben 1948, am Friedhof von Grinzing, auf dem auch Gustav Mahler ruht. Der Friedhof gehört zum Weinort Grinzing am Fuß des Wienerwalds, mit Heurigen, Kellern und alten Höfen. Lenz hatte die Wiener Moderne von Anfang an begleitet: Gründungsmitglied der Secession 1897, Mitgestalter der Beethoven-Ausstellung 1902, Ende 1903 Reisegefährte Klimts nach Ravenna, wo beide die byzantinischen Mosaiken studierten. Im selben Bezirk, auf der Hohen Warte, hatten seine Mitstreiter Moser und Moll ihre Häuser.
Lenz’ Gemälde und Grafiken sind seltener als die Werke Klimts oder Mosers, können aber in Döblinger Villen hängen, deren Familien Secessionskunst sammelten. Für die Zuschreibung zählen Signatur, Malweise, Rahmen und Ausstellungsnachweise; Kataloge der frühen Secessionsausstellungen nennen viele seiner Werke. Wir fragen auch, wann ein Bild in die Familie kam, denn bei einem Eigentümerwechsel in den NS-Jahren ist die Provenienz zu klären. Hefte von „Ver Sacrum“ und Kataloge der frühen Secessionsjahre dokumentieren seine Rolle.
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