Kurt Absolon im 10. Bezirk, 1100 Wien
Kurt Absolon in Favoriten: das Sgraffito „Raben“ in der Troststraße
Am Wohnhaus Troststraße 18 hat sich ein Sgraffito des 1958 tödlich verunglückten Zeichners erhalten – Kunst am Bau in Wiens bevölkerungsreichstem Bezirk.
In den Nachkriegsjahrzehnten erhielten viele Wiener Wohnbauten Wandbilder, Mosaike und Sgraffiti; in Favoriten, das damals Tausende neue Wohnungen bekam, sind solche Arbeiten an vielen Fassaden zu sehen. Am Wohnhaus Troststraße 18 stammt das Sgraffito „Raben“ von Kurt Absolon, der sich in den 1950er-Jahren bei Erich Huber in Wandmalerei weitergebildet hatte. Die Technik – Linien, in übereinanderliegende Putzschichten geritzt – kam einem Zeichner entgegen, dessen Werk von der Linie lebt. Im selben Bezirk wuchs ab 1947 die Per-Albin-Hansson-Siedlung, am Reumannplatz stand schon das Amalienbad.
Absolons Hauptwerk liegt auf Papier: lavierte Federzeichnungen, Zyklen zu Pierrot, Hiob und Don Quijote, Buchillustrationen. Da er mit 33 Jahren starb, ist das Werk überschaubar, und Blätter aus Familienbesitz tauchen nur vereinzelt auf. Originale zeigen Federstrich und Lavierung mit wechselnder Wasserführung, oft eine Bleistiftvorzeichnung; Drucke aus Büchern verraten sich durch Rasterpunkte. Wir prüfen Signatur, Papier und Montierung und bewerten nach Fotos von Vorder- und Rückseite.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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