Johann Lukas von Hildebrandt im 1. Bezirk, 1010 Wien
Johann Lukas von Hildebrandt an der Freyung: das Palais Daun-Kinsky
Das Palais Daun-Kinsky an der Freyung (1713–1716) und die Erweiterung des Winterpalais in der Himmelpfortgasse stammen von Johann Lukas von Hildebrandt.
An der Freyung errichtete Johann Lukas von Hildebrandt 1713–1716 das Palais Daun-Kinsky, mit bewegter Fassade, reichem Stuckdekor und einem aufwendig inszenierten Stiegenhaus. In der Himmelpfortgasse erweiterte er das Winterpalais des Prinzen Eugen, das Fischer von Erlach begonnen hatte. Hildebrandt, 1668 in Genua geboren, lernte in Rom bei Carlo Fontana Architektur und Festungsbau, begleitete Prinz Eugen 1695/96 als Militäringenieur nach Piemont und wurde 1700 kaiserlicher Hofingenieur; 1720 adelte ihn Karl VI.
Wo im Barock der Adel residierte, liegen heute Kanzleien, Banken und große Altbauwohnungen. Aus diesen Räumen kommen Barockmöbel, Supraporten, Spiegel mit geschnitzten Rahmen und Porträts des 18. Jahrhunderts in den Handel; häufiger sind allerdings Stilmöbel des Historismus, die den Barock nachahmen. Konstruktion, Holzverbindungen, Vergoldungstechnik und Abnutzung trennen beides. Von der Freyung aus liegen Dorotheum und Händlerzone der Dorotheergasse als Vergleichsbasis in Gehweite.
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