Gustav Klimt im 1. Bezirk, 1010 Wien
Klimt in der Inneren Stadt: Beethovenfries und Burgtheater
Den Beethovenfries schuf Klimt für die Secession in der Friedrichstraße 12, die Deckenbilder der Burgtheater-Stiegenhäuser mit Ernst Klimt und Franz Matsch.
Zwei Orte des 1. Bezirks zeigen die Spannweite von Klimts Werk. In den Stiegenhäusern des Burgtheaters malte er 1886–1888 mit seinem Bruder Ernst und Franz Matsch als Künstler-Compagnie die Deckenbilder, ganz im Geist des Ringstraßen-Historismus. Gut fünfzehn Jahre später entstand für die Beethoven-Ausstellung der Secession 1902 der Beethovenfries, heute im Untergeschoß des Gebäudes in der Friedrichstraße 12 zu sehen, das Joseph Maria Olbrich 1897/98 errichtet hatte.
Rund um Dorotheergasse und Spiegelgasse handeln Kunst- und Grafikhandlungen seit Jahrzehnten mit Arbeiten der Wiener Moderne, und in Haushalten der Ringstraßenzone tauchen Kataloge der Secessionsausstellungen, Plakate und Lichtdrucke auf, seltener Zeichnungen. Ein originaler Ausstellungskatalog von 1902 unterscheidet sich vom Reprint durch Papier, Bindung und Gebrauchsspuren. Bei Zeichnungen aus Beständen, die vor 1938 etwa im Textilviertel um den Rudolfsplatz zuhause waren, steht die Provenienzprüfung am Anfang.
Gustav Klimt in anderen Bezirken
Penzing
Geburtsort: Klimt kam 1862 in Baumgarten, Linzer Straße 247, zur Welt.
Neubau
Wohnung mit Mutter und Schwestern in der Westbahnstraße 36.
Josefstadt
Atelier im Hof des Hauses Josefstädter Straße 21 ab 1892.
Hietzing
Letztes Atelier in der Feldmühlgasse 11 ab 1911/12; Grab auf dem Hietzinger Friedhof.
Mariahilf
Lebensgefährte Emilie Flöges, entwarf Reformkleider und war regelmäßig im Salon an der Mariahilfer Straße.
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