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Gustav Klimt im 7. Bezirk, 1070 Wien

Klimt in Neubau: die Familienwohnung in der Westbahnstraße 36

In der Westbahnstraße 36 lebte Gustav Klimt mit Mutter und Schwestern – in einem Bezirk, dessen Höfe Drucker, Tischler und Silberschmiede füllten.

Das Haus Westbahnstraße 36 ist als Wohnhaus Gustav Klimts verzeichnet: Hier lebte er gemeinsam mit seiner Mutter und den Schwestern. Die Umgebung hatten um 1800 die Seidenzeugmacher des Schottenfelds wohlhabend gemacht, der Spitzname „Brillantengrund“ erinnert daran; als die Handweberei verschwand, übernahmen Druckereien, Tischlereien und Silberschmieden die Werkstatttrakte. Nur wenige Gassen entfernt, in der Neustiftgasse 32–34, arbeitete ab 1903 die Wiener Werkstätte, für deren Auftraggeber Klimt später den Stocletfries entwarf.

Neubau ist bis heute ein Bezirk der Druckwerke, und so begegnet Klimt hier meist auf Papier: Hefte der Secessionszeitschrift „Ver Sacrum“, Ausstellungsplakate in Lithografie, Lichtdrucke und Kunstpostkarten nach seinen Gemälden. Erstdrucke erkennt man an Papierqualität, Druckvermerk und Format; spätere Nachdrucke sind glatter und fein gerastert. Originale Zeichnungen sind selten und werden mit Werkverzeichnis und Provenienz geprüft. Bei Grafikmappen aus Gewerbehöfen am Schottenfeld lohnt der Blick in jede Lage.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.