Künstler: Orientalismus
Charles Wilda
Orientmaler, 1854–1907, Wien – Kairo
Wiener Orientmaler, Schüler Leopold Carl Müllers, mit Straßen-, Markt- und Musikerszenen aus Ägypten.
Charles Wilda wurde 1854 in Wien geboren und studierte an der Wiener Akademie, unter anderem bei Leopold Carl Müller. Durch den Lehrer kam er zur Orientmalerei und reiste mehrfach nach Ägypten. Er lebte in Wien und stellte im Künstlerhaus und international aus. Wilda starb 1907 in Wien. Seine kleinformatigen Bilder verkaufte der Wiener Kunsthandel auch an Sammler im In- und Ausland.
Wilda malte Straßenszenen in Kairo, Basare, Musiker, Schlangenbeschwörer, Wasserträger, Märchenerzähler und Moscheehöfe. Seine Bilder sind farbenreich, mit genauer Wiedergabe von Kleidung und Architektur, und meist kleinformatig auf Holz. Im Unterschied zu Ludwig Deutsch und Rudolf Ernst blieb er in Wien und malte mit lockerer Hand. Die Farben sind kräftig, mit Rot, Grün und Weiß in den Gewändern; das Licht fällt warm und flach ein.
Wilda signierte mit „Ch. Wilda“ oder „Charles Wilda“ und Jahreszahl. Seine Orientszenen erscheinen im Handel regelmäßig, auch in Paaren. Die Abgrenzung zu Leopold Carl Müller und anderen Wiener Orientmalern ist über Signatur und Malweise möglich. Holztafeln mit Händlerstempeln aus Wien helfen bei der Datierung. Fälschungen orientalischer Szenen sind zu bedenken.
Epochen & Stile
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Ebenfalls: Orientalismus
- Ludwig Deutsch1855–1935
- Rudolf Ernst1854–1932
- Leopold Carl Müller1834–1892
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