Bernardo Bellotto im 1. Bezirk, 1010 Wien
Bernardo Bellotto in der Inneren Stadt: Freyung und Neuer Markt
Bellottos Ansichten von Freyung, Lobkowitzplatz und Neuem Markt (1759–1761) im Kunsthistorischen Museum zeigen die Innere Stadt des 18. Jahrhunderts.
Für Maria Theresia malte Bernardo Bellotto 1759–1761 eine Folge von Wiener Ansichten, die heute im Kunsthistorischen Museum hängt. Drei davon zeigen Plätze der Inneren Stadt: die Freyung mit Schottenkirche und Adelspalais, den Lobkowitzplatz und den Neuen Markt mit Donners Brunnen. Die Bilder sind so genau, dass sich Fassaden, Dachformen und Gassenverläufe des 18. Jahrhunderts an ihnen ablesen lassen; viele der gezeigten Palais stehen noch. Bellotto, Neffe Canalettos, kam aus Dresden und ging später nach Warschau.
Bellotto-Gemälde kommen praktisch nicht in den Wiener Handel, wohl aber Kupferstiche und Radierungen mit Wiener Ansichten des 18. Jahrhunderts, etwa von Salomon Kleiner oder Carl Schütz. Für die Datierung von Veduten helfen Plattenrand, Papier, Kolorierung und Verlegeradresse; der Verlag Artaria am Kohlmarkt brachte viele Folgen heraus. Bei kolorierten Blättern prüfen wir, wann die Farbe aufgetragen wurde; nachträgliche Kolorierung mindert den Wert.
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