Johann Bernhard Fischer von Erlach im 4. Bezirk, 1040 Wien
Fischer von Erlach auf der Wieden: Baubeginn der Karlskirche 1716
1716 begann Johann Bernhard Fischer von Erlach die Karlskirche; sein Sohn Joseph Emanuel vollendete sie 1737, Rottmayr malte die Kuppel.
Kaiser Karl VI. gelobte während der Pest von 1713 eine Kirche für den heiligen Karl Borromäus; 1716 begann Johann Bernhard Fischer von Erlach den Bau vor der Stadt, auf der Wieden. Fischer verband Kuppel, Portikus und zwei Säulen nach dem Vorbild der Trajanssäule zu einer Fassade, die Rom zitiert. Nach seinem Tod 1723 führte sein Sohn Joseph Emanuel den Bau bis 1737 zu Ende; die Kuppelfresken malte Johann Michael Rottmayr. Der Platz davor wurde erst mit der Einwölbung des Wienflusses zum heutigen Karlsplatz.
Die Karlskirche zählt mit dem Naschmarkt zu den häufigsten Motiven des Bezirks; Kupferstiche, Lithografien und Ansichtskarten sind entsprechend verbreitet, frühe Blätter dagegen selten. Kupferstich, Stahlstich und Lithografie unterscheiden wir an Strichbild und Papier. Andachtsbilder, Medaillen und Devotionalien zum heiligen Karl Borromäus gehören zum Umfeld. In großen Altbauwohnungen an Argentinierstraße und Schwindgasse lagern Rahmen und Grafik oft in Dienstbotenzimmern; auch diese Räume sehen wir uns an.
Sparten im 4. Bezirk
Johann Bernhard Fischer von Erlach in anderen Bezirken
Innere Stadt
Entwurf der Hofbibliothek am Josefsplatz, Winterpalais des Prinzen Eugen in der Himmelpfortgasse und Böhmische Hofkanzlei in der Wipplingerstraße.
Neubau
Palais Trautson an der Museumstraße und Hofstallungen, heute MuseumsQuartier.
Hietzing
Lieferte die ersten Pläne für Schloss Schönbrunn; Baubeginn 1696.
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