Jacob Jordaens im 1. Bezirk, 1010 Wien
Jacob Jordaens im Kunsthistorischen Museum: „Das Bohnenfest“
Das Kunsthistorische Museum am Maria-Theresien-Platz besitzt Jacob Jordaens’ „Bohnenfest“, eines der lauten Festbilder des Antwerpener Barockmalers.
In der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums hängt Jacob Jordaens’ „Bohnenfest“: ein Familienfest zum Dreikönigstag, bei dem der Bohnenkönig gefeiert wird, gedrängt, laut, voller Gesten. Jordaens hatte bei Adam van Noort gelernt, dessen Tochter er heiratete, wurde 1615 Meister der Antwerpener Lukasgilde und nach Rubens’ Tod 1640 führender Maler der Stadt; seine Familie diente ihm häufig als Modell. Die flämischen Bestände des Museums gehen auf habsburgische Sammlungen zurück, die seit 1891 im Haus am Ring vereint sind.
Flämische Barockmalerei erscheint im Wiener Handel meist als Werkstattarbeit, Kopie oder Arbeit eines Nachfolgers, seltener als eigenhändiges Werk. Antwerpener Eichentafeln tragen auf der Rückseite oft die Brandmarke der Stadt mit Burg und Händen; Leinwände zeigen alte Doublierungen. Druckgrafik nach Jordaens’ Kompositionen ist ein eigenes Sammelgebiet. Bei Gemälden aus Altbestand der Inneren Stadt, etwa aus Wohnungen im ehemaligen Textilviertel, klären wir vor jedem Angebot die Provenienz.
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