Herbert Ploberger im 8. Bezirk, 1080 Wien
Herbert Ploberger am Theater in der Josefstadt: Bühnenbilder 1946–1950
Von 1946 bis 1950 entwarf Herbert Ploberger Bühnenbilder für das Theater in der Josefstadt, das Max Reinhardt 1924 übernommen hatte.
Das Theater in der Josefstadt, 1822 von Josef Kornhäusel umgebaut und ab 1924 von Max Reinhardt geführt, beschäftigte Herbert Ploberger von 1946 bis 1950 als Bühnenbildner. Ploberger kannte die Reinhardt-Bühnen: 1930 hatte er mit Reinhardt gearbeitet, 1933 an den Faust-Inszenierungen der Salzburger Festspiele. Der Maler aus Wels hatte an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Franz Cizek und Adolf Böhm studiert, zeichnete in Berlin für den „Querschnitt“ und war 1934–1944 für die Filmindustrie tätig.
Plobergers Bühnenbild- und Kostümentwürfe sind meist Gouachen oder Aquarelle, oft mit Angaben zu Stück, Szene oder Rolle beschriftet; das macht sie zuordenbar. Gemälde der Neuen Sachlichkeit aus seinen frühen Jahren sind gesucht und selten. Illustrationen für den „Querschnitt“ erschienen gedruckt; ein Original erkennt man an Deckfarbe, Korrekturen und Bleistiftvorzeichnung. Josefstädter Theaterhaushalte bewahren Programmhefte und Fotografien mit Widmung, die wir gemeinsam mit solchen Blättern bewerten.
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