Bernhard Strigel im 1. Bezirk, 1010 Wien
Bernhard Strigel im Kunsthistorischen Museum: Maximilians Familie
Strigels Bildnis Maximilians I. mit seiner Familie im Kunsthistorischen Museum erwarb einst der Wiener Humanist Cuspinian – ein Habsburgerbild um 1515.
Im Kunsthistorischen Museum hängt Bernhard Strigels Bildnis Kaiser Maximilians I. mit seiner Familie: der Kaiser, Maria von Burgund, Philipp der Schöne und die Enkel Karl und Ferdinand, dazu Ludwig von Ungarn. Strigel war 1515 beim Wiener Fürstentag in der Stadt, als im Stephansdom die Doppelhochzeit der Habsburger Enkel mit den jagiellonischen Königskindern gefeiert wurde. Der Wiener Humanist Johannes Cuspinian erwarb das Bild und ließ 1520 auf der Rückseite seine eigene Familie malen.
Tafelbilder der Dürerzeit kommen in Wien selten in den Handel; häufiger sind Kopien des 19. Jahrhunderts nach berühmten Habsburgerbildnissen, Holzschnitte aus dem Umkreis Maximilians und Bücher mit Porträtfolgen. Bei Tafeln prüfen wir Holzart, Bearbeitung der Rückseite, Grundierung und Malschichten; die Dendrochronologie kann das Alter des Holzes eingrenzen. Habsburg-Porträts auf Leinwand sind fast immer spätere Wiederholungen und eigens zu bewerten.
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