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Manufaktur: Armbanduhren

Tudor

Genf, seit 1946

1946 von Hans Wilsdorf als Schwestermarke von Rolex gegründet: Oyster-Gehäuse mit zugekauften Werken, gesucht vor allem als Submariner.

Hans Wilsdorf ließ den Namen „The Tudor“ 1926 eintragen und gründete 1946 die Firma Montres Tudor SA. Ziel war eine günstigere Uhr mit der technischen Qualität von Rolex: Gehäuse, Krone und Band stammten aus dem Rolex-Umfeld, die Werke von Zulieferern wie Fleurier und ETA. 1952 erschien die Oyster Prince mit Automatikwerk. Tudor-Taucheruhren dienten bei der französischen und der US-Marine. Bis 1969 zeigte das Zifferblatt eine Rose, danach einen Schild als Markenzeichen.

Gesucht sind die Submariner-Referenzen 7922, 7923, 7924 und 7928, die Submariner 7016 und 9401 mit „Snowflake“-Zeigern, Modelle mit Gravur „M.N.“ der französischen Marine nationale sowie die Oysterdate-Chronographen der 1970er-Jahre, wegen ihres Zifferblatts „Monte Carlo“ genannt. Ranger, Prince Oysterdate und frühe Oyster mit Handaufzug sind verbreiteter. Die Black Bay ab 2012 greift die historischen Taucheruhren auf und wird von den Originalen getrennt bewertet.

Ältere Tudor-Uhren tragen auf Krone und Gehäuseboden das Rolex-Zeichen, weil diese Teile von Rolex kamen; ein Rolex-Signet ist daher kein Fälschungsindiz. Die Seriennummer steht zwischen den Bandanstößen. Marine-Gravuren und Snowflake-Zifferblätter werden nachgeahmt; Werkkaliber, Lünette, Leuchtmasse und zeitgenössische Bänder mit Rolex- oder Tudor-Schließe sprechen für Echtheit. Garantiekarten nennen Referenz und Nummer und erleichtern die Zuordnung. Bei Uhren aus Militärbeständen ergänzen Dienstpapiere und Ausgabelisten die Dokumentation.

Entwerfer & Personen

  • Hans Wilsdorf

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