Manufaktur: Armbanduhren
Rolex
Genf, seit 1905
Von Hans Wilsdorf gegründete Genfer Marke, deren Oyster-Gehäuse, Submariner, GMT-Master und Daytona den Markt für Sportuhren bestimmen.
Hans Wilsdorf und Alfred Davis gründeten 1905 in London die Uhrenhandelsfirma Wilsdorf & Davis; der Name Rolex wurde 1908 eingetragen. Nach dem Ersten Weltkrieg verlegte Wilsdorf den Sitz nach Genf, die Werke kamen von Aegler in Biel. 1926 folgte das wasserdichte Oyster-Gehäuse mit verschraubter Krone, 1931 der Perpetual-Rotor für den automatischen Aufzug. Die Datejust von 1945 zeigte das Datum in einem Fenster. 1946 gründete Wilsdorf mit Tudor eine Zweitmarke, die Gehäuse und Bänder aus dem Rolex-Umfeld nutzte.
Gesucht sind vor allem vierstellige Referenzen der 1950er- bis 1980er-Jahre: Submariner 5513 und 1680, GMT-Master 1675, Explorer 1016, Sea-Dweller 1665 und die handaufgezogenen Cosmograph Daytona 6239, 6263 und 6265. Daytona-Exemplare mit sogenanntem Exotic-Zifferblatt tragen den Beinamen des Schauspielers Paul Newman. Day-Date in Gold und Platin ab 1956, Milgauss 1019 und frühe Bubbleback-Modelle mit gewölbtem Boden ergänzen das Feld. Datejust in Stahl-Gold und Damenmodelle sind häufiger und werden nach Zustand und Band bewertet.
Bei älteren Modellen steht die Seriennummer zwischen den Bandanstößen bei 6 Uhr, die Referenz gegenüber bei 12 Uhr; ab etwa 2005 ist die Nummer zusätzlich in den Innenring graviert, seit 2010 wird sie zufällig vergeben. Aufdrucke wie „T Swiss T“ oder „Swiss“ allein verweisen auf die verwendete Leuchtmasse und grenzen das Alter ein. Getauschte Service-Zifferblätter, Zeiger und Lünetten senken die Originalität, ungeschliffene Gehäusekanten erhöhen sie. Fälschungen und Zusammenstellungen aus Fremdteilen sind verbreitet.
Entwerfer & Personen
- Hans Wilsdorf
- Alfred Davis
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