Gustav Mahler im 1. Bezirk, 1010 Wien
Gustav Mahler und die Hofoper: zehn Jahre Direktion am Ring
1897–1907 leitete Gustav Mahler die Hofoper von Sicardsburg und van der Nüll und reformierte sie mit Alfred Roller als Bühnenbildner.
Als Mahler 1897 Direktor der Hofoper wurde, stand der 1869 eröffnete Bau von van der Nüll und Sicardsburg am Ring. Zehn Jahre lang prägte er das Haus, gemeinsam mit Alfred Roller, der Bühnenraum und Licht neu ordnete; 1902 heiratete Mahler Alma Schindler. Im März 1945 brannte die Oper aus, die Wiedereröffnung folgte 1955. Der Musikverein von Theophil Hansen und das Kärntner Viertel bilden bis heute ihr musikalisches Umfeld.
Was vom Opernbetrieb dieser Jahre in Wohnungen der Inneren Stadt erhalten blieb, sind vor allem Theaterzettel, Programmhefte, Fotografien von Sängern und Inszenierungen sowie Bühnenbildentwürfe aus Rollers Umkreis. Ein originaler Zettel der Hofoper ist auf dünnem Papier im Buchdruck gesetzt und trägt meist Gebrauchsspuren. Briefe mit Mahlers Unterschrift sind gesuchte Autographen und werden sorgfältig verglichen. Die Nähe zu Staatsoper und Musikverein erklärt, warum solche Bestände im Bezirk häufiger vorkommen.
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