Franz Barwig im 3. Bezirk, 1030 Wien
Franz Barwig im Weißgerberviertel: die Goldene Muttergottes
Für die Kirche St. Othmar unter den Weißgerbern schuf Franz Barwig die „Goldene Muttergottes“ – Holzbildhauerei eines Tierplastikers und Hagenbund-Mitglieds.
Im Weißgerberviertel am Donaukanal verarbeiteten Gerber jahrhundertelang Häute zu Leder; im 19. Jahrhundert erhielt das Grätzl mit St. Othmar unter den Weißgerbern eine neugotische Pfarrkirche von Friedrich von Schmidt. Für diese Kirche schuf Franz Barwig die „Goldene Muttergottes“. Barwig hatte 1888–1897 bei Hermann Klotz an der Kunstgewerbeschule gelernt, unterrichtete 1904 in Villach Holzverarbeitung und war 1909–1921 Professor für Bildhauerei in Wien. Wenige Gassen entfernt stehen heute Hundertwasserhaus und Kunst Haus Wien.
Am Markt gefragt sind Barwigs Tierbronzen, entstanden nach Studien im Tiergarten Schönbrunn, und seine Holzskulpturen. Für Bronzen prüfen wir, ob der Guss zu Lebzeiten entstand oder später, an Gießerstempel, Gussnähten und Patina; bei Holz zählen Fassung und Schnitzspuren. Barwig gehörte ab 1906 dem Hagenbund an, ab 1925 der Secession, und Ausstellungsetiketten helfen bei der Datierung. Wir kaufen Kleinplastik aus Haushalten zwischen Rochusmarkt, Erdberg und dem Weißgerberviertel.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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