Carl Schindler wurde 1821 in Wien als Sohn des Miniaturmalers Johann Josef Schindler geboren und lernte bei Peter Fendi. Schon als Jugendlicher stellte er aus und fand Käufer. Er starb 1842 mit 21 Jahren in Laab im Walde an Tuberkulose. Trotz des kurzen Lebens hinterließ er ein umfangreiches Werk, das die Darstellung des Soldaten in der Wiener Genremalerei prägte. Er galt früh als außergewöhnliches Talent.
Schindler malte Soldaten im Lager, auf dem Marsch, beim Abschied und bei der Heimkehr, Wachstuben, Rekrutierungen und Invaliden. Er zeigte den Soldaten als Teil des Alltags, nicht als Helden. Neben Ölbildern entstanden viele Aquarelle und Bleistiftzeichnungen von großer Feinheit, mit genauer Wiedergabe von Uniformen und Ausrüstung. Seine Aquarelle sind klein, fein lasiert und zeigen Pferde, Gepäck und Waffen mit genauer Kenntnis der Ausrüstung.
Schindler signierte mit „C. Schindler“ oder „Carl Schindler“ und Jahreszahl. Die Abgrenzung zu Fendi und zu anderen Schülern, etwa Albert Schindler und Friedrich Treml, erfolgt über Strich und Motiv. Wegen der Uniformdetails sind seine Blätter für Militärhistoriker interessant. Bei Aquarellen prüfen wir Licht- und Feuchtigkeitsschäden sowie spätere Montierung. Kopien sind bekannt.
Epochen & Stile
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