Anton Dominik Fernkorn im 4. Bezirk, 1040 Wien
Fernkorns Gießerei in der Gußhausstraße: Bronze auf der Wieden
Ab 1861 goss Anton Dominik Fernkorn in einer ehemaligen Kanonengießerei in der Gußhausstraße – in derselben Straße arbeitete später Hans Makart.
Ab 1861 nutzte Anton Dominik Fernkorn eine alte Kanonengießerei in der Gußhausstraße als Kunsterzgießerei; der Straßenname hält das Gusshaus bis heute fest. In den 1840er-Jahren hatte er bei den Erzgießern Josef Glanz und Johann Preleuthner gearbeitet, nun goss er in eigener Regie. In derselben Straße richtete wenig später Hans Makart sein Atelier ein, das den Wiener Geschmack für Antiquitäten, Waffen und Teppiche als Raumschmuck prägte. 1867 wurde Fernkorn nach mehreren Schlaganfällen unter Kuratel gestellt.
In den großen Altbauwohnungen an Argentinierstraße und Prinz-Eugen-Straße stehen Bronzen der Gründerzeit oft neben Makartmöbeln: Kleinplastik, Leuchter, Kaminuhren mit Figuren, Reliefs. Für die Bestimmung zählen Gießerstempel, Signatur, Patina und die Qualität der Ziselierung; Zinkguss mit Bronzeüberzug, im 19. Jahrhundert als billige Alternative verbreitet, erkennt man am geringeren Gewicht und an hellem Metall unter beschädigten Stellen. Wir bewerten auch ganze Salonausstattungen.
Sparten im 4. Bezirk
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