Sigmund Freud im 9. Bezirk, 1090 Wien
Sigmund Freud in der Berggasse 19: Ordination und Antikensammlung
Von 1891 bis 1938 wohnte und praktizierte Sigmund Freud in der Berggasse 19, heute Sigmund Freud Museum. Dort wuchs seine Sammlung von rund 2000 Antiken.
Die Berggasse fällt vom Universitätsviertel zur Rossau ab; in Nummer 19 lebte und arbeitete Sigmund Freud von 1891 bis zur erzwungenen Emigration 1938, heute ist dort das Sigmund Freud Museum. Unten zwischen Berggasse und Türkenstraße, am Roßauer Glacis, stand von 1864 bis 1944 die Halle des Tandelmarkts, des städtischen Altwarenmarkts. Der Alsergrund war das Zentrum der Wiener Medizinischen Schule, vom Josephinum Josephs II. bis zum Allgemeinen Krankenhaus; viele Ärzte führten in ihren Wohnungen zugleich die Ordination.
Freud sammelte ägyptische, griechische, römische und chinesische Antiken; beim Handel mit solchen Objekten ist die Herkunft vor jedem Angebot nachzuweisen. Häufiger als Antiken sind Erstausgaben: „Die Traumdeutung“ erschien bei Franz Deuticke in Leipzig und Wien mit der Jahreszahl 1900. Aus Ärzte- und Professorenhaushalten am Alsergrund kommen außerdem Mikroskope, Instrumente und Fachbibliotheken. Wechselte ein Bestand zwischen 1938 und 1945 den Besitzer, untersuchen wir seine Provenienz.
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