Antonio Canova im 1. Bezirk, 1010 Wien
Antonio Canova in der Inneren Stadt: Grabmal und Theseusgruppe
Canovas Grabmal für Marie Christine in der Augustinerkirche und die Theseusgruppe im Kunsthistorischen Museum zeigen den Klassizismus in Marmor.
In der Augustinerkirche, der Hofkirche neben der Albertina, erinnert Antonio Canovas Marmorgrabmal an Erzherzogin Marie Christine; es entstand 1798–1805 im Auftrag ihres Witwers Albert von Sachsen-Teschen geschaffen, auf dessen Sammlung die Albertina zurückgeht. Eine Marmorpyramide öffnet sich zu einem dunklen Eingang, auf den ein Trauerzug zuschreitet. Canovas Gruppe „Theseus besiegt den Kentauren“ stand zunächst im Theseustempel im Volksgarten und ziert heute das Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums. Beide Werke zeigen den Klassizismus, wie ihn Wien um 1800 von Rom übernahm.
Canova im Handel heißt fast immer: Marmor- und Alabasterkopien nach seinen Werken, Biskuitporzellan, Bronzereduktionen und Grafik nach seinen Skulpturen, entstanden im 19. Jahrhundert für Sammler und Reisende. Solche Kopien haben eigenen Wert; Qualität des Steins, Bildhauersignatur und Werkstatt entscheiden. Kupferstichfolgen nach Canovas Werken prüfen wir auf Abzug und Papier. Aus Ringstraßenwohnungen kommen solche Stücke häufig als Teil klassizistischer Salons, zusammen mit Möbeln des Empire.
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