Manufaktur: Instrumente & Globen
Simon Plößl
Wien, 1794–1868
Wiener Optiker, 1794–1868, Schöpfer des dialytischen Fernrohrs und des nach ihm benannten Okulars, dazu Mikroskope und Operngläser.
Simon Plößl, 1794 in Wien geboren, lernte bei dem Optiker Johann Friedrich Voigtländer und eröffnete 1823 eine eigene Werkstatt in Wien. Er baute achromatische Mikroskope, die zu den besten seiner Zeit zählten, sowie Fernrohre, Feldstecher und Operngläser. Nach Berechnungen von Joseph Petzval entwickelte er Objektive und das dialytische Fernrohr, bei dem die Flintglaslinse weit hinter der Kronglaslinse sitzt. Das Plößl-Okular aus zwei Linsenpaaren wird bis heute in Teleskopen verwendet. Plößl starb 1868 in Wien.
Gesucht sind achromatische Mikroskope aus Messing mit Holzkasten und Zubehör, dialytische Fernrohre, Reisefernrohre, Feldstecher und Operngläser mit Perlmutt- oder Emailbelag, Lupen, Objektive und Okulare mit Plößl-Signatur sowie Kataloge und Briefe aus der Werkstatt. Instrumente aus Universitäts- und Sternwartenbeständen dokumentieren wir mit Belegen zur Herkunft. Vollständige Mikroskopgarnituren mit allen Objektiven, Okularen und Beleuchtungsspiegeln sind selten und werden als Einheit bewertet. Etuis und Kästen mit Firmenetikett sind selten.
Plößl-Instrumente tragen eine Gravur mit Name und „in Wien“, oft mit Seriennummer, auf Tubus, Fuß oder Okular. Wir prüfen Linsen auf Kratzer, Trübung und Trennungen, Messingteile auf Ergänzungen und Lackierung, Trieb und Feinstellung auf Funktion und den Kasten auf Vollständigkeit. Viele Wiener Instrumente des 19. Jahrhunderts tragen keinen Namen; eine Zuschreibung stützt sich dann auf Bauweise und Vergleichsstücke. Späte Lackierungen und poliertes Messing mindern den Sammlerwert.
Entwerfer & Personen
- Simon Plößl
- Johann Friedrich Voigtländer
- Joseph Petzval
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Wir kommen zur Besichtigung in jeden Bezirk.
Ebenfalls: Instrumente & Globen
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- Freytag & Berndtseit 1885
- Jan Felkl & Sohnab Mitte des 19. Jahrhunderts
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- Starke & Kammerer19. und 20. Jahrhundert
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