Elias Canetti im 2. Bezirk, 1020 Wien
Elias Canetti in der Leopoldstadt: Kindheit im 2. Bezirk
1913–1916 lebte Elias Canetti als Kind in der Leopoldstadt; in seiner Autobiografie hat er den Bezirk zwischen Prater und Donaukanal beschrieben.
Die Leopoldstadt war um 1900 Ziel von Zuwanderern aus Galizien, Böhmen und Ungarn; Praterstraße und Taborstraße waren Geschäfts- und Theaterstraßen. 1913 kam der achtjährige Elias Canetti, Sohn einer sephardischen Familie aus dem bulgarischen Russe, mit seiner Mutter hierher und blieb bis 1916. Den Bezirk und den Prater beschrieb er später in „Die gerettete Zunge“, dem ersten Band seiner Autobiografie. 1924 kehrte er nach Wien zurück, studierte Chemie und hörte Karl Kraus; 1981 erhielt er den Literaturnobelpreis.
Canettis Roman „Die Blendung“ erschien 1935 in Wien; Erstausgaben, Widmungsexemplare und Exilliteratur sind gesuchte Bücher. Wir kaufen Bibliotheken, Korrespondenz und Familienfotografien, wie sie Altbauwohnungen um Karmelitermarkt und Untere Augartenstraße mit jahrzehntelanger Mietdauer bewahren. Bei Judaica – Chanukkaleuchtern, Kidduschbechern, Gebetbüchern – fragen wir nach Familiengeschichte und Herkunft, bevor wir sie bewerten. Koffer voller Papiere aus Kellerabteilen öffnen wir beim Termin vor Ort.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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