Otto Neurath im 5. Bezirk, 1050 Wien
Otto Neurath in Margareten: das Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum
1925 gründete Neurath das Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum, für das die Bildsprache Isotype entstand; das Nachfolgeinstitut arbeitet heute in Margareten.
Otto Neurath wollte Statistik ohne Vorkenntnisse lesbar machen. 1925 gründete er in Wien das Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum, in dem mit dem Grafiker Gerd Arntz die „Wiener Methode der Bildstatistik“ entstand, später Isotype genannt: Mengen als Reihen gleicher Piktogramme. Das Nachfolgeinstitut, das Österreichische Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum, hat seinen Sitz in Margareten. Der Bezirk mit den Gemeindebauten am Gürtel, vom Reumannhof bis zum Metzleinstaler Hof, war Schauplatz jener Wohnbau- und Bildungspolitik, die Neuraths Tafeln erklärten.
Bildstatistische Tafeln, Plakate, Ausstellungsdrucke und Bücher wie der Atlas „Gesellschaft und Wirtschaft“ von 1930 sind gesuchte Druckwerke der Zwischenkriegszeit. Originale erkennen Sie an Druckverfahren, Papier und Verlagsangaben; spätere Reproduktionen sind häufig. Dazu kommen Drucksachen des Roten Wien, Ansichtskarten der Gemeindebauten und Schriften des Wiener Kreises. Wir prüfen die Vollständigkeit der Tafeln und den Zustand der Bindung. In Margaretner Wohnungen und Kellerabteilen können solche Papiere unbeachtet lagern.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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